Samstag, 25. Mai 2013

Geburtstagsparty: Schokokuchen

Schon wieder so ein alter Klassiker auf dem Dessertbuffet. Das Rezept stammt noch aus einer Zeit, als so ein Schokokuchen ungestraft "Le Negre" heißen durfte. Für mich ist es ein perfektes Rezept. Der Kuchen ist glutenfrei - das Mehl muß nicht ersetzt werden, es kommt erst gar nicht vor. Er schmeckt nach einem Tag sogar noch besser. Leider ist er nicht hübsch. Er schmeckt richtig toll nach Schokolade, ist aber ein häßliches dunkles Etwas und muß mit etwas Puderzucker "aufgehübscht" werden.

Die Nichten meiner Freundin backen diesen Kuchen immer noch und haben ihn nach mir benannt. Sollten sie jemals einen Foodblog schreiben, so können sie auch eine nette Geschichte darüber erzählen.

Auf jeden Fall war das ein Muß-Rezept für meine Geburtstagspary.


200 gr. Zartbitter-Schokolade
200 gr. weiche Butter
200 gr. Zucker
4 Eier

etwas weiche Butter zum Ausfetten der Form

Puderzucker
Kakaopulver

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Eine runde Kuchenform von 22 cm Durchmesser mit Butter ausfetten.

Die Schokolade zerkleinern und im Wasserbad bei geringer Temperatur schmelzen. Die weiche Butter zugeben und mit einem Spatel gut umrühren, bis die Masse glatt ist.

Die Eier trennen. Das Eigelb mit der Hälfte des Zuckers zu einer blassen Schaummasse schlagen. Die Schokoladenmasse darunter schlagen.

Das Eiweiß zu einem weichen Eischnee schlagen. Nach und nach die zweite Hälfte des Zuckers untermischen und schlagen, bis der Eischnee glatt und glänzend ist. Den Eischnee behutsam mit einem Gummispatel unter die Schokoladenmischung heben.

Den Teig in die vorbereitete Form gießen und 40 Minuten backen - Stäbchenprobe machen. Zwischendurch kontrollieren, ob der Kuchen oben zu dunkel wird. Ggf. nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken.

Den Kuchen bei Zimmertemperatur 10 Minuten stehen lassen, bevor man ihn aus der Form stürzt. Warm, mit Zimmertemperatur oder gekühlt servieren. Nach einem Tag Standzeit schmeckt er sogar noch besser.

Für ein Fingerfood-Büffet kann der Kuchen auch in kleine Stücke geschnitten oder ausgestochen werden.

Mit Puderzucker und/oder Kakao dekorieren.

Freitag, 24. Mai 2013

Geburtstagsparty: Tiramisu

Tiramisu habe ich schon gemacht, da war das noch was exotisches :-) und Mascarpone gab es nur im italienischen Spezialitätenladen. Das Rezept habe ich vor ungefähr 30 Jahren von einer Arbeitskollegin bekommen, deren Vater Italiener war. Dieses Original bewahre ich heute noch in einem meiner Backbücher auf. Es ist ein mittlerweile vergilbter Zettel in DIN A 5 auf dem mit Schreibmaschine das Rezept geschrieben steht. Falls dieser Zettel doch noch zu Staub zerfällt, bin ich froh, dieses Rezept hier zu sichern.

Damals durfte ich bei keinem Treffen mit Freunden ohne dieses Tiramisu erscheinen, die haben das regelrecht inhaliert. Wenn ich so zurück denke, habe ich eigentlich ständig Tiramisu geschichtet. Mir schmeckt das auch so gut, daß ich kein anderes Tiramisu anrühre. Auch in Restaurants bestelle ich es mir nicht, um eine Enttäuschung zu vermeiden.

Älter sind wir alle geworden, auch die Gäste meiner Geburtstagspary, aber Tiramisu inhalieren können sie immer noch..... Das habe ich vorher schon gewusst, daß ich vielen damit eine große Freude mache.




6 Eier
6 EL Zucker
3 starke Espresso
8 cl Amaretto
250 gr. Biskuit
500 gr. Mascarpone

Bio-Kakaopulver zum Bestäuben


Den Mascarpone einige Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit er weich wird.

Espresso kochen und auskühlen lassen und dann mit dem Amaretto verrühren.

Die Eier trennen und die Eigelb zum Mascarpone geben und gut verrühren. Die Eiweiß anschlagen und sobald sie etwas schaumig sind den Zucker löffelweise unterrühren und dann zu einem festen Eischnee schlagen. Den Schnee unter den Mascarpone ziehen.

Biskuit in den mit Amaretto gemischten Espresso kurz eintauchen und in einer Schale aufreihen. Mascarpone-Masse darüber streichen und eine neue Lage Biskuit legen. Zum Abschluß erneut eine Schicht Mascarpone aufstreichen.

Das Tiramisu über Nacht im Kühlschrank lagern. Kakao erst vor dem Anrichten darüber streuen.

Wenn das Tiramisu aus dem Kühlschrank genommen wird, sollte es sofort gegessen werden - rohe Eier! Deshalb portioniere ich es lieber in zwei kleinen Schalen, damit es nicht zu lange auf einem Buffet etc. stehen muß.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Geburtstagsparty: Chili con Carne mit Koriander-Creme-fraiche

Dieses Chili-Rezept ist mein absolutes Lieblings-Chili-Rezept und ich finde es so köstlich, daß ich nur ungern auswärts Chili esse. Für die Hackfleisch-Chilis kann ich mich sowieso nicht begeistern.

Es gehört sozusagen zu den Rezepten, die mein Leben begleiten und obwohl ich es schon jahrelang nicht mehr zubereitet habe, hatte ich den Geschmack genau im Kopf. Deshalb wußte ich sofort, daß meine Neuentdeckung: Koriander-Creme-fraiche zu pikanten Gerichten, gut passen wird. Den Gästen meiner Geburtstagspary hat es jedenfalls sehr gut gefallen.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht

Für einen großen Topf mit 8 L Inhalt

2,5 kg Rinderhüfte
10 Zwiebeln
10 EL Öl
7 Knoblauchzehen
1,5 TL Cayennepfeffer
1,5 TL Thymian
2,5 TL Paprika edelsüß
2,5 TL Salz
2,5 TL gemahlener Kümmel
2,5 TL getrocknete Chilischoten
10 EL Tomatenmark
250 ml trockenen Weißwein
1,25 L Rinderbrühe
3 große Dosen Kidneybohnen
5 rote Paprikaschoten

300 gr. Creme fraiche
Prise Salz
1 - 2 EL Korianderkörner (nach Geschmack)


Das Fleisch in Würfel von ca. 1 cm Kantenlänge schneiden. Die Knoblauchzehen fein würfeln. Die Fleischwürfel in eine Schüssel geben und mit Salz, Paprikapulver, Thymian, Cayennepfeffer, Knoblauch sowie Kümmel bestreuen. Alles zusammen mit den Händen gut durcharbeiten, abdecken und im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen.

Die Zwiebeln grob würfeln, die Paprikaschoten fein würfeln.

Den Rinderfond langsam aufkochen lassen, so wird das Chili noch schmackhafter.

In einem großen Topf das Öl erhitzen und darin bei höchster Stufe das Fleisch rasch portionsweise anbraten. Anschließend die Fleischwürfel mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in einen großen Topf geben. Im verbleibenden Bratensaft die Zwiebeln glasig werden lassen, den frischen Paprika zugeben, kurz andünsten und mit Tomatenmark binden. Mit dem Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen, das Fleisch dazugeben. Mit der Brühe aufgiessen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch fast weich ist.

Die roten Bohnen auf ein Sieb geben, mit kaltem Wasser kurz abspülen und zusammen mit den Chilischoten dem Gericht zufügen. Auf kleiner Flamme weiterköcheln bis das Fleisch endgültig fertig ist.

Das Gericht sollte die Konsistenz eines Eintopfgerichts haben. Nachträgliches Abschmecken mit etwas Zucker mildert die Schärfe.

Die Korianderkörner in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften. Dann fein mahlen und mörsern und mit der Creme fraiche verrühren. Mit Salz abschmecken.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Geburtstagsparty: Ochsenschwanz-Rillette

Das Ochsenschwanz-Rillette hätte mich beinahe meinen letzten Nerv gekostet. Es überzeugte natürlich damit, daß es lange haltbar ist und auch entsprechend früh gemacht werden kann. Anfangs war ich mir ganz sicher, es mindestens 1 1/2 Wochen vorher zu machen. Dann war noch dies und jenes zu erledigen und die Zeit wurde knapper. Also habe ich es an meinem ersten Kochtag mit anderen Rezepten zubereitet.

Beim Auslösen wollte ich mir nicht die Finger verbrennen und habe es auskühlen lassen. Danach wäre ich beinahe verzweifelt, weil der Ochsenschwanz so fest war, da ging gar nichts. An diesem Tag hatte ich auch eine Verabredung mit Bernd Arold, um die Kochbücher für die Gewinner des Blog-Events signieren zu lassen. Da konnte ich gleich fragen, ob man Ochsenschwanz nur warm auslösen kann. Bernd hat sich sehr amüsiert und meinte, das wäre früher immer ein Scherz gewesen, um die Koch-Azubis im ersten Lehrjahr zu ärgern: "Geh' mal ins Kühlhaus, hol' den Ochsenschwanz und löse ihn aus."

Daheim habe ich ihn also wieder erwärmt und dann hat er sich auch ganz anständig zerlegen lassen. Auch beim Würzen war ich mir unsicher, ich habe es schon kräftig abgeschmeckt, war aber nicht so ganz zufrieden. Später konnte ich erleichtert feststellen, daß das Rillette durchzieht und dann auch rund schmeckt. Zwischenzeitlich war ich auch im Zweifel, ob es nicht zu fett ist um es bei meiner Geburtstagsparty zu servieren. Aber die Gäste waren unerschrocken und haben es mir begeistert fast aus den Händen gerissen.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht


Die Menge reicht als Vorspeise für 15 - 20 Personen


1 Ochsenschwanz (ca. 1,2 kg)
700 gr. fetter Räucherspeck vom Schwein
350 ml roten Portwein
500 ml Rinderfond
1,5 EL getrockneter Thymian
3 Knoblauchzehen
100 ml Tomatenpüree oder Tomatenmark

Die Schwarte vom Speck abschneiden, ihn fein würfen und in einen großen Topf oder Bräter geben. Mit geringer Hitze auslassen, bis sich der Speck verflüssigt hat. Die entstandenen Grammeln abschöpfen, erkalten lassen und dann fein cuttern.

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Den Ochsenschwanz an den Gelenken mit einem Messer zerteilen. Das geht ganz einfach, wenn man die richtige Stelle gefunden hat. Die Ochsenschwanzstücke zum flüssigen Speck in den Topf geben. Portwein, Rinderfond, Thymian, die geschälten Knoblauchzehen und das Tomatenpüree zugeben. Den Topf zudecken und alles in den Backofen geben. Etwa 4,5 Stunden schmoren, bis sich das Fleisch mühelos von den Knochen lösen lässt.

Den Ochsenschwanz nur wenig auskühlen lassen und noch warm das Fleisch von den Knochen lösen. Das Fleisch in den Thermomix geben und zerkleinern. Dabei 10 Sekunden auf Stufe 5 pürieren. Dann die untersten Fleischfasern nach oben holen und den Vorgang wiederholen. Dies ungefähr 3 bis 4 Mal durchführen, bis alle Fleischfasern ungefähr die gleiche Größe haben. Es sollten spürbare kleine Fleischfasern entstehen und kein matschiger Fleischbrei.

Die Fleischfasern und die gecutterten Grammeln wieder unter die Flüssigkeit im Topf vermengen, gut verrühren und erneut aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern kräftig abschmecken. Beim Abschmecken hilft es, eine kleine Portion auf einen Teller geben und kurz in den Kühlschrank stellen. Im kalten Zustand schmeckt es ganz anders.

Leicht abkühlen lassen und noch warm in Terrinenformen und/oder Gläser abfüllen.

Schmeckt sehr fein auf Brot und mit etwas Fleur de Sel bestreut.

Dienstag, 21. Mai 2013

Geburtstagsparty: Wischi-Waschi oder Limetten-Vichysoisse

Die Vichysoisse gehört zu den unbekannten Klassikern der französischen Küche. Es ist ganz einfach eine kalte Kartoffel-Lauch-Suppe und damit hat sie schon den Einzug bei meiner Geburtstagspary verdient. Die Originalversion schmeckt mir ein bißchen zu langweilig und mit dem Limettenabrieb wird sie so richtig aufgepeppt.

Nach meinem Geburtstag mußte ich sie einfach umbenennen. Sie heißt jetzt Wischi-Waschi.
Es war das einzige Gericht, daß ich als Fingerfood-Version im Glas serviert habe und da mußte ich mich natürlich vergewissern, ob jeder schon eine erhalten hat. Bei dem Lärmpegel, den so eine große Gruppe Gäste nun mal macht, konnte ich nur in das Eßzimmer hinein rufen, ob jeder schon eine Limetten-Vichysoisse hat? Genauso schlecht wurde ich auch verstanden und einer der Gäste fragte nur irritiert zurück: "Wischi-Waschi?" Das löste natürlich Gelächter aus und die Suppe hat jetzt auf ewig einen neuen Namen.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht

Zutaten für 8 Fingerfood-Portionen:

300 gr. mehlig kochende Kartoffeln
350 gr. Lauch
2 EL Butter
75 ml Verjus
700 ml Hühnerbrühe
180 gr. Crème fraîche
Meersalz
Zucker
2 Bio-Limetten
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
40 gr. Lachskaviar

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Den Lauch längs halbieren, gut waschen und in feine Streifen schneiden.

Die Butter in einer Pfanne erwärmen, Kartoffeln und Lauch darin anschwitzen und sofort salzen und leicht zuckern. Mit dem Verjus ablöschen und die Hühnerbrühe zufügen, aufkochen lassen und bei schwacher Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren und bei Bedarf durch ein Sieb streichen. Besonders fein wird sie im Thermomix. Ca. 160 gr. der Crème fraiche unterrühren, auskühlen lassen, für mindestens 2 Stunden kühl stellen. Mit Salz, Pfeffer, Limettenabrieb und wenig Limettensaft abschmecken.

Die Suppe in kleinen Gläsern anrichten, mit der restlichen Crème fraiche und dem Lachskaviar garnieren.

Die Suppe kann bis zu 2 Tagen im Voraus zubereitet werden. Für eine vegetarische Variante einfach die Hühnerbrühe mit Gemüsebrühe ersetzen und den Kaviar weglassen oder vegetarischen Kaviar-Ersatz oder Kräuter, etc. verwenden.

Montag, 20. Mai 2013

Geburtstagsparty: Gebeizter Lachs

Gebeizter Fisch ist immer meine Empfehlung, wenn man etwas Besonderes machen möchte und es schnell gehen soll. Ich nehme lieber mehr Gewürze und weniger Salz, sonst könnte es passieren, daß der Fisch zu salzig schmeckt. Nach diesem Rezept habe ich schon öfters Lachs gebeizt und somit war es eine risikolose Zubereitung für meine Geburtstagspary.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht
1 Lachsseite mit Haut
3 Bund Dill, ca. 150 gr.
2 Bio-Zitronen
2 TL Korianderkörner
2 TL Pfefferkörner
80 gr. Meersalz
150 gr. Zucker

Den Lachs auf Gräten prüfen und diese ggf. entfernen, dann in eine passende Schale legen - Fleischseite nach oben. Es ist wichtig, daß der Lachs in einem Gefäß mit kleinem Rand liegt. So kann die entstehende Flüssigkeit nicht auslaufen.

Den Dill mit den Stielen in Streifen schneiden. Die Schale der Zitronen fein abreiben. Koriander- und Pfefferkörner in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften. Dann grob mörsern. Alles mit Salz und Zucker gut vermischen und die Gewürzmischung auf dem Lachs gleichmäßig verteilen. Mit den Händen gut festdrücken.

Den Lachs mit Frischhaltefolie abdecken und mit einem Brett beschweren. Für ca. 30 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach der Einwirkzeit, die Gewürzmischung mit Küchenkrepp abnehmen und den Lachs damit trocken reiben. Mit einem Messer mit schmaler, langer Schneide leicht schräg in Scheiben schneiden.

Wer mag, serviert dazu eine Dill-Senf-Sauce oder einen Limetten-Chili-Schmand aus 150 gr. Schmand, Saft und Abrieb einer Bio-Limette, 1 Thai-Chili in kleinen Würfelchen, Meersalz, Zucker und schwarzem Pfeffer.


Aus aktuellem Anlass wäre das ja vielleicht auch ein Vorschlag für Heikes herdlose Zeit......

Mit ohne Herd

Sonntag, 19. Mai 2013

Geburtstagsparty: Spargel-Tomaten-Salat

Es war ein bißchen früh, aber ich wollte unbedingt Spargel dabei haben. Zumindest grünen gab es schon in ausreichender Qualität. Spargel mit Tomaten mache ich immer sehr gerne als Gemüse und habe es für meine Geburtstagspary etwas abgewandelt. Der Tasmanische Pfeffer gibt dem ganzen einen besonderen fruchtig-scharfen Geschmack und kann natürlich auch mit normalem schwarzen Pfeffer ersetzt werden. Für ein bißchen Crunch sorgen die Erdnüsse.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht


500 gr. grüner Spargel
8 Kirschtomaten
Meersalz
Zucker
Butter
2 Knoblauchzehen
tasmanischer Pfeffer

Weißweinessig
Olivenöl

2 EL geröstete Erdnüsse


Das untere Drittel des Spargels schälen und den trockenen Teil abschneiden. Dann in mundgerechte Stücke zerteilen. Mit Salz und Zucker marinieren und stehen lassen, bis er Wasser gezogen hat. Angeschlagene Knoblauchzehen und Butter zugeben und bei geschlossenem Topfdeckel bißfest garen.

Die Kirschtomaten vierteln und zum Ende der Garzeit zugeben.

Den Salat noch warm mit Essig, Öl und zerstossenem tasmanischem Pfeffer abschmecken. Auskühlen und durchziehen lassen.

Der Salat kann einen Tag vorher zubereitet werden.

Die gerösteten Erdnüsse grob durchhacken und kurz vor dem Servieren über den Salat streuen.

Samstag, 18. Mai 2013

Geburtstagsparty: Zitronenhummus

Diesen Zitronenhummus gibt es in Shane's Restaurant zusammen mit Kartoffelbrot immer als Amuse. Das esse ich so gerne, daß ich mich beherrschen muß,  mich nicht daran schon satt zu essen. Deshalb wollte ich das unbedingt für meine Geburtstagspary nachbasteln. Der Hummus ohne Joghurt, wie ich ihn normalerweise nach einem traditionellen syrischen Rezept mache, darf auch länger stehen bleiben und war damit ein idealer Kandidat für die Gerichte, die ich schon 4 bis 5 Tage vorher gemacht habe.


Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht
Das ergibt eine große Menge und reicht für 10 Personen


200 gr. getrocknete Kichererbsen (ergeben ca. 400 gr. gekochte Kichererbsen)
75 gr. Olivenöl
50 gr. Kochwasser von den Kichererbsen
1 Bio-Zitrone
1 EL Cumin
1 Prise Chilipulver, vorzugsweise Nymphenburger Knubbel :-)
2 EL Sumach
2 TL Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Die Kichererbsen über Nacht im kalten Wasser einweichen. Am nächsten Tag in ungesalzenem Wasser ca. 1 Stunde weich kochen, abgiessen und auskühlen lassen. Etwas von dem Kochwasser aufheben.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Kichererbsen in den Thermomix geben. Olivenöl, Kochwasser und Zitronensaft zugeben und auf Stufe 4 für 25 Sekunden pürieren.

Den Cumin in einer trockenen Pfanne rösten und dann fein mahlen.

Zitronenschale und Gewürze zu den Kichererbsen geben und rückwärts laufen lassen, damit sich alles vermengt. Fertig abschmecken.

Die gesamte Menge geht nicht auf einmal in den Thermomix, deshalb portionsweise pürieren.

Freitag, 17. Mai 2013

Geburtstagsparty: Eingelegter Fenchel

Dieses Fenchelgericht habe ich vor mindestens 15 Jahren zum ersten Mal gemacht und habe damals bei allen Fenchelhassern begeisterte Reaktionen ausgelöst. Damals fiel meine Wahl auf dieses Rezept, weil ich es vorbereiten konnte. Es sollte mein Beitrag zu einem schönen Abend mit Freunden im Haus Waldfrieden sein und wir waren eine Woche vorher schon unterwegs. So musste der Fenchel halt auch mit auf die Reise. Bereits bei Beginn meiner Planungen für meine Geburtstagspary stand dieses Rezept auf der Liste. Diesmal habe ich es stark verändert. Das war interessant für mich, festzustellen, wie sich meine Art zu Kochen verändert hat.

Der unschätzbare Vorteil des eingelegten Fenchels ist, dass er mindestens eine Woche marinieren muß und dann immer noch 3 Wochen hält, wenn man ihn kalt lagert. Er eignet sich gut als Vorspeise oder als Beilage zum Grillfleisch.

Ich kann gar nicht verstehen, weshalb ich das so lange nicht mehr gemacht habe, den gibt es jetzt wieder öfter.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht

6 - 8 Personen

1 kg Fenchel
1 EL Salz
350 ml Weißweinessig
60 gr. Zucker
1 weiße Zwiebel
3 Knoblauchzehen
2 rote Chilischoten
2 Blüten getrockneter Sternanis
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
1 Bio-Orange

2 große Einmachgläser von 1 L Inhalt


Den Fenchel waschen und die harten Stengel abschneiden. Den Fenchel vierteln und von den Außenblättern die Fäden ziehen. Die Fenchelviertel je nach Größe nochmals halbieren oder vierteln. Das Fenchelgrün abzupfen und aufheben.

Einen sehr großzügigen Liter Wasser mit dem EL Salz aufkochen. Den Fenchel darin 10 Minuten blanchieren, eiskalt abschrecken und gut abtropfen lassen. Das Fenchelwasser aufheben.

Die Orange heiß abwaschen und die Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen. Die Schalenstreifen in feine Streifen schneiden. Das Weiße der Orangenschale von der Orange schneiden und die Orange filetieren. Den austretenden Saft auffangen und die Orangenfilets grob zerkleinern. Saft und Filets mit dem blanchierten Fenchel mischen.

1/4 L Fenchelwasser mit Essig und Zucker aufkochen. Die Chilischoten entkernen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in Scheibchen schneiden, mit den Chilischoten, dem Fenchelgrün, den Gewürzen und dem Lorbeerblatt in den Sud geben und einmal kurz aufkochen. Alles über die Fenchel-Orangen-Mischung geben und gut vermengen.

Den Fenchel mit allen Zutaten und dem Sud in die Gläser schichten. Die Gläser verschließen und für mind. 1 Woche kühl stellen.

Vor dem Servieren Fenchel abtropfen lassen und auf einer Platte anrichten. Gut verschlossen ist der Fenchel im Kühlschrank 2 - 3 Wochen haltbar.

Den restlichen Sud kann man kalt trinken oder als Basis für eine Gemüsesuppe verwenden.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Geburtstagsparty: Marinierte Karotten

Dieses Karottenrezept kenne ich schon sehr lange. Manchmal vergesse ich es und das ist absolut zu unrecht, sie sind wirklich köstlich. Auch als Begleiter zu Grillfleisch machen sie sich gut. Ihr größter Vorteil ist: man muss sie drei Tage vorher vorbereiten. Also zwei gute Gründe, um bei meiner Geburtstagspary serviert zu werden.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht


500 gr Karotten, besonders gut sind Bundkarotten
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
3 Wacholderbeeren
1 TL Fenchelsamen
1 TL Koriander
250 ml trockenen Weißwein
1 Zitrone
4 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
½ Bund Dill
150 ml Olivenöl

Karotten schälen und längs vierteln, dann in ca. 10 cm lange Stücke schneiden, salzen und zuckern.
Die Schalotten und den Knoblauch ebenfalls schälen, halbieren und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Zitrone auspressen. Die Wacholderbeeren andrücken.

Die Gewürze in einer Pfanne trocken anrösten und mit dem Weißwein ablöschen. Knoblauch- und Schalottenscheiben und 2 EL Olivenöl dazugeben und aufkochen. Die Karotten dazugeben und bei geschlossenem Topfdeckel bissfest garen (dauert ca. 8 Minuten).

Die Dillspitzen, den Zitronensaft und die restlichen 2 EL Olivenöl zu den erkalteten Karotten geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Karotten müssen 3 Tage marinieren.

Anrichten:
in kleinen Gläsern oder auf kleinen Tellern oder einer Platte.